FDP Gelsenkirchen

FDP protestiert gegen LED-Werbetafel

Verwaltung läßt Politik außen vor

„Es mag ja sein, dass die Verwaltung der Meinung ist, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, unter Aspekten der Verkehrssicherheit, der Bürgernähe und Transparenz sowie der Stadtbildpflege hat sie hier versagt“, so Susanne Cichos. Es gehe nicht darum, dass Politik und Bevölkerung bei der Aufstellung jedes kleinen Werbebanners um Erlaubnis gebeten werden müsse. Bei dieser Größe und an so exponierter Stelle in der buerschen City sei eine Beteiligung von Bürgern und Politik allerdings mehr als wünschenswert gewesen.
Zudem entdeckt die FDP Widersprüche.
Die Geschäftsinhaber in der Burschen City müssten sich mit ihrer Außenwerbung an die bestehende Gestaltungssatzung halten. Inklusive Außenwerbung: „Die darf optisch nicht so dominant werden, dass die gestalterischen Qualitäten einer Fassade oder eines baulichen Ensembles verloren gehen“, heißt es im Leitplan Zentrum Buer. Auch wenn der Bereich des Zentrums an der De-la-Chevallerie-Straße auf der St.-Urbanus-Seite endet, stellt sich für die FDP die Frage: „Warum darf die Firma Stroer in direkter Nachbarschaft an so exponierter Stelle eine riesige Werbetafel aufstellen?“
„Die Stadt Gelsenkirchen hat ein sehr rigoroses Verbot erlassen, Plakate im Kreuzungsbereich aufzuhängen“, ergänzt Susanne Cichos. Warum darf die Firma Stroer dann eine große Werbetafel dort aufstellen?
Dass die Verkehrssicherheit an dieser von 20.000 Pkw, Bussen und Lkw täglich befahrenen Straße nicht gefährdet sei, kann die FDP nicht glauben. „Das Argument der Verwaltung, dass sich Autofahrer gerade im innerstädtischen Bereich nicht ablenken lassen, kann ich nur schwer nachvollziehen“, sagt Anne Schürmann. Wenn das zuträfe, würde die Firma Stroer hier für eine Werbetafel bezahlen, mit der sie niemanden erreicht.
Zu klären sei zudem, ob die Lichtberieselung von 6 bis 24 Uhr für die Anwohner überhaupt zumutbar sei. Die FDP bittet daher die Anwohner und Verkehrsteilnehmer, sich nach Inbetriebnahme der Werbetafel im März/ April sich mit ihren Erfahrungen via Facebook oder E-Mail an die Partei zu wenden.