Neue Dimension der Verantwortungslosigkeit

Gelsenkirchen, den 02.11.2016

„Das ist ein handfester Skandal mit klar zu benennenden Verantwortlichen!“ Die stellvertretende Vorsitzende der FDP in Gelsenkirchen, Susanne Cichos, macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Grund für ihre Empörung ist das Verhalten der Geschäftsführung der Wellpappe GmbH, die ihre Mitarbeiter per Boten an einem „Brückentag“ über das Aus der Niederlassung in Gelsenkirchen informiert hat.

Nicht weniger wütend zeigt sich ihr Parteikollege Ralf Robert Hundt: „Wie will man Gelsenkirchen weiter als ,Arbeiterstadt’ bezeichnen, wenn hier auf diese Art und Weise mit Arbeitern umgegangen wird?“ Beide Politiker sind Landtagskandidaten für ihre Partei und fest entschlossen, diesen Vorgang nicht ohne weitreichende Folgen für die Verantwortlichen zur Kenntnis zu nehmen.

„Arbeitnehmer sind keine Maschinen, die man je nach Bedarf ein- oder ausschaltet“, empört sich Susanne Cichos. Ralf Robert Hundt ist selbst Unternehmer in Buer und fügt hinzu: „Denken solche Manager vielleicht auch einmal darüber nach, dass es sich bei ihren Mitarbeitern um Väter und Mütter handelt, die Autos zu tanken und Butterbrote zu schmieren haben?“

Die FDP-Vertreter gehen einen Schritt weiter als nur die Verantwortung bei der Geschäftsführung der Wellpappe GmbH zu suchen. Ihrer Meinung nach ist es ein hochpolitisches Thema, dass ein solches Verhalten wenig bis gar keine Konsequenzen für die entsprechenden Entscheider hat. „Das kann man ändern“, so Cichos, „Und solche Änderungen werden wir auf der politischen Bühne vorantreiben."

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